Taufe

Die Feier der Taufe

 
Was uns in der SE Dreisamtal wichtig ist...

Die Feier der Taufe ist für die Familie des Taufbewerbers bzw. des Täuflings und für die Gemeinde ein besonderer Augenblick. Der theologische und pastorale Hintergrund für die Feier der Taufe drückt sich in der Art und Weise der Taufspendung aus. Dass Gott sich jedem einzelnen Menschen zuwendet und die Beziehung zu ihm sucht, dass aber auch die Taufe die Aufnahme in eine Gemeinschaft bedeutet, die uns weltweit mit Menschen verbindet (auch über Konfessionsgrenzen hinweg), die sich auf Gott einlassen… sind dabei wichtige Aspekte, die wir in unserer Seelsorgeeinheit hervorheben wollen.

 
Termin und Anmeldung

Durch die Taufe werden Sie oder Ihr Kind in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Darum werden die Taufbewerber in der Regel (bis zu 3 Kindern) in einem eigenständigen Taufgottesdienst im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst getauft.

Die Taufe innerhalb des Sonntagsgottesdienstes ist an besonderen Tagen (z.B. Taufe des Herrn oder in einem  Familiengottesdienst oder in der Osternacht oder an einem anderen Sonntag) möglich.

Der sog. „Taufsonntag“ findet in der Regel einmal monatlich statt. Bei erhöhter Anfrage wird ein zweiter Termin anvisiert.

Die Termine der sogenannten „Taufsonntage“ erhalten Sie im Pfarramt oder sind im Pfarrblatt oder hier auf der Homepage einsehbar.

Bitte wenden Sie sich für die Anmeldung zur Taufe an das Pfarramt St. Gallus (Tel.: 07661/ 41 32) in Kirchzarten. Wir benötigen eine Geburtsurkunde und das Familienstammbuch, wenn es vorhanden ist.

Der ordentliche Taufort ist die jeweilige Pfarrkirche unserer Dörfer.

Zur Vorbereitung der Taufe werden Sie zu zwei Gesprächsterminen eingeladen. Der Taufspender und die Katecheten freuen sich auf den Austausch mit Ihnen und evtl. auch mit den Paten des Täuflings. Die Termine dazu erhalten Sie bei der Anmeldung im Pfarramt St. Gallus.

 
Zur Bedeutung der Taufe

Das größte Ereignis im Leben....

Als Papst Leo nach seiner Wahl zum Papst gefragt wurde, ob das nun das größte Ereignis in seinem Leben sei, da antwortete er: Nein, es war die Taufe. Denn in der Taufe verbindet sich ein Mensch ganz eng mit Gott, weil er Ja sagt, zu der Tatsache, dass er ein Kind Gottes ist und somit Bruder oder Schwester Jesu und Teil an seinem Leben.

Mit der Taufe gewährt ein Mensch dem unendlichen Gott Raum in seinem Leben, so dass man sagen kann: Gott wohnt in ihm.

Ein Getaufter vertritt nun den Standpunkt Gottes in der Welt und will das Gute tun, ein Leben führen, das Gott uns seine Botschaft einbezieht.

Ein Getaufter ist so eng mit Gott verbunden, dass er den Tod bereits hinter sich hat. Nach seinem leiblichen Tod, ist er ganz eins mit Gott. In der Taufe feiern wir Tod und Auferstehung Jesu. So wie Paulus sagt: "Wir sind auf den Tod Jesu getauft...so sollen wir auch als neue Menschen leben" (Röm 6, 3f.)

Du bist ein Kind Gottes, in die Glaubensgemeinschaft der Christen aufgenommen

Die Taufe zählt neben der Firmung und Kommunion zu den Sakramenten der Initiation, der Einführung in das Christsein. Durch die Taufe wird der Mensch ein „Kind Gottes“ und somit auch Mitglied in der Glaubensgemeinschaft der Christen – der Kirche. Die Taufe ist Voraussetzung, um weitere Sakramente empfangen zu können.

Die christliche Taufe hat ihren Ursprung in der Taufe Jesu durch Johannes (Mk 1,9-11). Sie ist vor allem ein Zeichen des Glaubens, aber auch ein Zeichen der Lebenswende und der Hinwendung zu Jesus Christus. Deshalb geht einer Erwachsenentaufe eine Zeit der Einführung in den Glauben (Katechumenat) voraus, der Säuglingstaufe ein Gespräch mit Eltern und Paten.

Das Taufgespräch

Beim Taufgespräch spricht der Pfarrer/Diakon oder die Katecheten mit den Eltern - manchmal auch mit den Paten - über den Glauben und ihren Wunsch, das Kind taufen zu lassen. Außerdem wird der Ablauf der Tauffeier erklärt bis hin zu praktischen Fragen z.B. zum Taufkleid oder zur Taufkerze.

Bischof, Priester oder Diakon spenden das Taufsakrament; in Notfällen kann jedoch jeder Mensch die Taufe vornehmen, da der eigentliche Spender der Taufe theologisch gesehen Jesus selbst ist. Der Zelebrant gießt dreimal Wasser über den Kopf des Täuflings und sagt dabei die trinitarische Taufformel: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Der Täufling oder stellvertretend für ihn Eltern und Paten bekennen ihren Glauben und widersagen dem Bösen. Eine gültig gespendete Taufe ist einmalig; sie kann weder wiederholt noch widerrufen werden.

Taufaufschub

Jeder Mensch hat das Recht, getauft zu werden. So wollen immer häufiger auch Eltern ihr Kind taufen lassen, obwohl sie selbst nicht Mitglied der Kirche sind. Ist in solchen Situationen absehbar, dass weder Vater noch Mutter willens oder in der Lage sind, ihr Kind im Sinne des Glaubens zu erziehen, schlägt der Priester einen Taufaufschub vor. Die Eltern sollten dann mit der Taufe warten, bis das Kind älter geworden ist und selbst weiß, was es möchte. Mit 14 Jahren sind junge Menschen in Deutschland religionsmündig und können dann selbst - auch ohne Zustimmung der Eltern - ihren religiösen Weg bestimmen.

Erwachsenentaufe

Erwachsene bitten für sich selbst um die Taufe und werden im Katechumenat darauf vorbereitet. Die Erwachsenentaufe erfolgt meist durch den Bischof in der Osternachtfeier.

Ökumenische Taufanerkennung

Als ein Zeichen der Einheit aller Christen verbindet die Taufe die Gläubigen mit Jesus Christus. Unter den christlichen Konfessionen besteht deshalb ein Grundverständnis über das Taufsakrament. Elf Kirchen – neben der Deutschen Bischofskonferenz unter anderem auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) sowie orthodoxe Kirchen – haben am 29. April 2007 eine förmliche Erklärung zur wechselseitigen Anerkennung der Taufe unterzeichnet. Die in den orthodoxen Kirchen, in der altkatholischen oder anglikanischen Kirche sowie in den evangelischen Kirchen gespendete Taufe entspricht im Vollzug und in der Intention der katholischen und ist somit gültig. Deshalb ist auch beim Wechsel der Konfession keine zweite Taufe nötig.

Formales

Zur Anmeldung benötigen Sie die Geburtsbescheinigung für religiöse Zwecke (erhältlich beim Standesamt des Geburtsortes) sowie Ihr Stammbuch. Bei der Anmeldung werden neben den persönlichen Daten der Eltern auch die des Paten/der Paten erfasst.

  
Kontakt

Verena Hog

Sekretärin im Pfarramt

Walburga Blattmann

Stellv. Sekretärin im Pfarramt
 
Adresse:
Kath. Pfarramt St. Gallus
Kirchplatz 6
79199 Kirchzarten
 
Tel: 07661/ 41 32
 
Öffnungszeiten des Pfarramtes:
Montag bis Freitag von 9.00h bis 11.00h
und
Donnerstag von 13.30h bis 16.30h