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Gedanken zur Eucharistie
von PRef Franz Himmelsbach

In den Evangelien ist die Rede von einem Abschiedsmahl Jesu mit seinen Freunden.

Vom Abendmahl über den Tod am Kreuz zur Auferstehung - Der Weg des Schmerzes im Spiegel der Freude!

Mit Augen, die dieses Geschehen von außen betrachten, kann man sagen: Jesus soll es mit seinen Jüngern am Abend vor seiner Verhaftung, seiner Passion und seinem Sterben im Obergeschoss eines Jerusalemer Hauses gehalten haben. Den Beschreibungen dieses Mahles zufolge kann man entnehmen, dass Jesus mit seinem bevorstehenden Tod rechnete. Was er tat und sagte, trug den Charakter von Grundsätzlichem; man konnte es geradezu als Vermächtnis, als Testament verstehen, was Jesus sprach und mit welchen Gesten er seine Worte unterstrich.

Wir dürfen uns das Mahl im Rahmen eines jüdischen Festmahles vorstellen. Nach der  Evangelienüberlieferung soll es sich um ein Pessah-Mahl gehandelt haben, bei dem für die Feiernden die Rettung des Volkes Israel aus Ägypten ganz gegenwärtige Wirklichkeit wurde.

Mit „inneren Augen", den Augen des Glaubens, ist in diesem Geschehen mehr zu sehen: Bei jeder Feier der Eucharistie wird dieses letzte Mahl Jesu präsent, ja wird die Erlösung und Befreiung des Volkes Gottes gegenwärtig, nun auch bezogen auf das Handeln Jesu, der sich hingibt, um so für andere da zu sein. Sein Kreuz und seine Auferstehung werden in größter Intensität real gegenwärtig, sind geradezu zum Fassen nahe.

So ist es nachzuvollziehen, dass seit den Anfängen der ersten Gemeinden Christen die Feier des Abendmahls zum zentralen Geschehen, zum Mittelpunkt des Gemeindelebens wird. Hier ist der Ort gemeinsamen Gebets. Hier wird aus der Hl. Schrift vorgelesen. Hier wird der gemeinsame Glaube bekannt. Hier werden in der Feier Tod und Auferstehung Jesu, wird somit er selbst ganz und gar, gegenwärtig. Hier kann ihm in Dankbarkeit (griechisch: „Eucharistía") im Mahl begegnet werden. Und hier wird schließlich der Segen gespendet.

  
Kontakt

Marianne Bill

Gemeindereferentin